Der ERP Pabst Podiwinsky – Wie ein SAP Berater der ersten Stunde zum Prozessdesign von Emasos kam

Christian Podiwinsky ist ein ERP-Profi und das schon seit Ewigkeiten. Der Prozessdesigner war maßgeblich an der Entwicklung der innovativen Business Software Emasos IQ R2 beteiligt, in welche er sein gesamtes Wissen aus jahrzehntelanger Berufserfahrung einfließen ließ.

Entschlossen geht Christian Podiwinsky in das Kaffee und schaut sich nach einem Platz um. Ruhig soll es sein. Denn zu erzählen hat das ERP-Urgestein genug. Er bestellt einen großen Braunen und nimmt die Lesebrille in die Hand. Trotz jahrzehntelanger Beratungstätigkeit merkt man ihm keine Müdigkeit an. Er redet schnell, doch deutlich. Man merkt sofort, dass er es schon ewig macht. Und wenn es um ERP-Systeme geht, dann funkeln seine Augen.  

Christian Podiwinsky Emasos
Christian Podiwinsky

Podiwinsky ist heute, zumindest in Österreich, der am längsten aktive SAP-Consultant. Der Weg dorthin war nicht ganz gewöhnlich. Von der BWL, über die EDV, hin zum ERP-Profi. “Mich hat die EDV selbst schon immer interessiert, für mich waren aber die betriebswirtschaftlichen Prozesszusammenhänge interessant”, sagt Podiwinsky über seinen Werdegang. Schon immer hat er versucht sein Wissen zu erweitern. Viel hat er sich selbst beigebracht und sich im Laufe der Zeit immer weiterentwickelt.

Anekdoten aus seinem Leben hat Podiwinsky genug auf Lager. Von der SAP beispielsweise, damals vielleicht ein knapp 10 Mann Unternehmen, welche nicht nach Wien kommen wollte, da die Entfernung zu groß war. Von Unternehmern, die erst a la Leopold Figl in den Heurigen geschleppt wurden, mit Wein und Musik amüsiert und dann um zwei in der Früh in lustiger Wein-Laune schlussendlich doch noch einer Zusammenarbeit zugestimmt haben. “Das kann man sich heute alles nicht mehr vorstellen”, lacht Podiwinsky und nimmt einen Schluck Kaffee.

 

Nach 35 Jahren – mit Emasos zum Traum-ERP-System

Nach mittlerweile über 35 Jahren Berufserfahrung im ERP-Bereich konnte Christian Podiwinsky sich endlich seinen Lebenstraum erfüllen – ein ERP-System zu designen, welches seinen Wünschen entspricht. Ein System, in dem er sein gesamtes Wissen über Prozesse integrieren konnte. Seit 2015 arbeit Podiwinsky gemeinsam mit Emasos an dem ERP Modul R2 für den Mittelstand.

Ein System, bei welchem die Basistechnologie auf dem neuesten Stand ist und laufend weiterentwickelt wird. “Die Software baut auf modernster Software Architektur auf”, so Podiwinsky über Emasos IQ R2: “Die Basis der meisten ERP-Anbieter ist seit Jahren, teils Jahrzehnten gleichgeblieben. Da wurde einfach was drüber gebaut.” Hier bekam er die Möglichkeit ein innovatives und flexibles System vom Scratch weg, ohne jegliche Altlasten zu entwickeln.

Im Laufe seiner Karriere war er an mehr als 80 SAP-Projekten, bei mehr als 50 Kunden beteiligt. Dass er auch nach so langer Zeit im Business nicht müde ist, zeigt sein Lebenslauf. Vor allem der Mittelstand sei laut Podiwinsky, als langjähriger SAP Berater, der beste Weg sich neues Wissen anzueignen und die speziellen Prozesse und Anforderungen kennenzulernen. Genau dieses Wissen nutze der erfahrene Prozessdesigner für Emasos IQ R2.

Doch blicken wir zurück auf sein Leben. Wie alles begann, wie er zum “ERP-Papst” im deutschsprachigen Raum wurde und wie er schlussendlich, nach über 35 Jahren Erfahrung, sein “Traum-ERP-System” designen konnte.

 

SAP, zwei Opernkarten und Steyr-Daimler-Puch

Wenn man heute das Wort SAP hört, dann denkt man sofort an einen Softwaregiganten. Die Gründer zählen zu den reichsten Deutschen, sind Mäzene und Investoren. Kaum vorstellbar, dass es nicht schon immer so war. Podiwinsky erinnert sich gut. Damals arbeitete er bei Steyr-Daimler-Puch. Als dann ein Buchhaltungs-Projekt anstand, wurde Christian Podiwinsky mit der Projektleitung betraut. Einerseits da Podiwinsky die Expertise aus der Buchhaltung und andererseits aus der EDV hatte. Über einen Vertriebsmann der Siemens und einer langen Nacht an einem Faschingsdienstag kam er in Kontakt mit der SAP.

“Dann haben wir als potentieller Kunde, unserem zukünftigen Lieferanten Opernkarten besorgen müssen damit er bei uns eine Präsentation macht.”

Einer der Mitbegründer sollte nach Wien kommen und ihnen das Buchhaltungsprogramm vorstellen. Sie bekamen aber erstaunlicherweise eine negative Antwort. Wien wäre ihnen dann doch zu weit. Jahre später hat Hasso Plattner, einer der fünf SAP-Gründer, Podiwinsky irgendwann mal erzählt, dass sie damals noch gar nicht groß werden und nur im Badischen Raum vertreten sein wollten: “Sie wollten damals nicht mit dem Porsche durch die Gegend fahren und viel Geld machen. Groß werden war ihnen zu unbequem.”

Zwei Karten für die Staatsoper waren dann doch ein Kompromiss. “Dann haben wir als potentieller Kunde, unserem zukünftigen Lieferanten Opernkarten besorgen müssen damit er bei uns eine Präsentation macht”, sagt Podiwinsky, lacht und macht anschließend einen Schluck von seinem Großen Braunen. Aus dem Bauchgefühl heraus, ohne jemanden zu fragen, haben sich Podiwinsky und der EDV-Entwicklungsleiter von Steyr-Daimler-Puch entschieden SAP zu nehmen. “Nicht nur die Buchhaltung hat sich damals aufgeregt!”, erzählt Podiwinsky lächelnd.

 

Wie alles begann

Christian Podiwinsky, in Wien geboren und aufgewachsen, hat auf der Wirtschaftsuniversität Wien Betriebswirtschaften studiert. Den ersten Kontakt mit der EDV hatte er schon in sehr jungen Jahren. Damals, als in der EDV noch Lochkarten verwendet wurden. Mit einem Schmunzeln im Gesicht erinnert er sich zurück. “Ein Interesse an der EDV war eigentlich schon in der Mittelschule da. Ich habe meinen Eltern einen EDV-Fernkurs abgerungen. Ich glaube der hat damals 125 Schilling gekostet.”

Über die BWL und einen Studentenjob kam er dann zum damals drittgrößten Industrieunternehmen Österreichs. “Ich bin in die Marktforschung zu Steyr-Daimler-Puch. Dort haben wir Zulassungsstatistiken erstellt,” so Podiwinsky. Später wechselte er dann in die EDV-Abteilung. Bei Steyr-Daimler-Puch hat auch alles begonnen – der erste Kontakt mit SAP, die ersten Schritte in die Welt des ERP.

 

Der schnelle Weg zum Top Berater

Ende der 70er Jahre wurde bei Steyr-Daimler-Puch das erste SAP-System implementiert. Damals noch ein reines Buchhaltungsprogramm. Als ob es gestern gewesen wäre erinnert sich Podiwinsky an den ersten gebuchten Buchhaltungsbeleg zurück: “Ich weiß noch genau, der erste produktive Enter-Tastendruck im neuen System war am 8. Februar 1979 um 8.32 Uhr.”

Als SAP R/2 released wurde, ist er mit den Manuals auf Urlaub gefahren, um sie zu studieren. “Meine Frau hat immer gejammert und gesagt: `Die eine Hälfte des Kofferraums ist Gepäck, die andere eine mit SAP Manuals´”, beschreibt er die damaligen Verhältnisse: “So habe ich mir das System sukzessive angeeignet, um immer mehr in die Breite zu gehen.”

Bei Steyr-Daimler-Puch wurde er dann zum SAP-Projektleiter. Doch Management lag ihm nicht wirklich. “Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder man entwickelt sich Richtung Manager, darin bin ich aber glaube ich nicht gut, eher Mittelmaß, leicht ersetzbar”, so Podiwinsky über sich selbst: “Oder aber, man geht in die fachlich Breite. Ich habe mich für Letzteres entschieden.”

Von Steyr-Daimler-Puch wechselte er dann zur A-Consult, einer SAP-Beratungsfirma. Hier war er verantwortlich für das Fachliche und die Konzeption. Bis 2002 war er an gesamtheitlichen Konzeptionen und SAP-Einführungen beteiligt. Auf seine fachliche Expertise ist er besonders stolz, damals aber zum Unmut einiger Mitarbeiter. “Eigentlich bin ich den Leuten, also meinen Mitarbeitern, auf die Nerven gegangen, weil ich mich immer in die Projekte eingemischt habe. Also fachlich”, erinnert er sich zurück und lacht über sich selbst.

 

Man lernt nie aus, vor allem nicht im Mittelstand

Von 2003 bis 2011 war Podiwinsky bei SAP für den Mittelstand zuständig. Eine weitere Gelegenheit sich weiterzubilden. Damals war er vor allem für Presales und Konzeptionen verantwortlich. Laut ihm damals ein großes Thema bei SAP. Der Allrounder, welcher alle Module bis auf HR beherrscht, war bei SAP bei wirklich vielen und auch großen Projekten beteiligt. Warum nicht HR? Das sei für einfach nicht das Spannendste.

Anfang 2011 begann er als selbständiger SAP Berater zu arbeiten. “Ich habe eigentlich sofort mit Beratungen bei SAP-Kunden begonnen”, schwärmt er über die neue Herausforderung: “Was man im Mittelstand wirklich gut lernt, sind die Prozesse. Verschiedenste Prozesse, in verschiedensten Branchen.”

Jeder Kunde sei anders und vor allem im Mittelstand müsse man sich mit den jeweiligen Anforderungen befassen. “Hier konnte ich herauskristallisieren welche Prozesse für den Mittelstand elementar sind und welche nicht. Genau dieses Wissen habe ich dann in die Entwicklung von Emasos IQ R2 einfließen lassen”, erklärt Podiwinsky.   

“Wir entwickelten ein multifunktionales ERP-System vom Scratch weg und ohne hinderliche Altlasten.”

 

Altes Wissen, neue Herausforderungen

Nach 35 Jahren ERP gab es für ihn dann nochmals einen neuen Ansporn. Bei einer WU Veranstaltung, bei welcher es um die Zukunft der ERP-Systeme ging, war die neue Herausforderung plötzlich da. “Durch Zufall bin ich neben dem Grausgruber Thomas gesessen”, erzählt Podiwinsky: “Er sagte mir, dass auch er selbst ein ERP-System für KMUs entwickelt hätte. Dann hat er mich eingeladen und es mir gezeigt.” Das war Podiwinskys erster Kontakt mit Emasos.

Gemeinsam mit dem Softwarearchitekten und CEO von Emasos Thomas Grausgruber wurde das Projekt Emasos IQ R2 begonnen, ein System für den Mittelstand. Vor allem das Unternehmensziel von Emasos war ein wesentlicher Faktor für die Zusammenarbeit: “Ein multifunktionales ERP-System vom Scratch weg und ohne hinderliche Altlasten zu entwickeln”, erzählt Podiwinsky über die neue Herausforderung: “Im Gegensatz zu den meisten heute am Markt befindlichen ERP-Anbietern – diese stecken wie die Insekten in einem nur begrenzt ausdehnbarem (Software- und Architektur-) Chitinpanzer, in dem sie die vom Markt geforderten Neuerungen oft mehr schlecht als recht hineinpassen müssen.”

Für Christian Podiwinsky war dies der ausschlaggebende Anreiz, jedoch auch eine Herausforderung. “Vielleicht habe ich das anfangs auch unterschätzt”, schmunzelt Podiwinsky: “Weil man kann einfach nicht stoppen. Man glaubt man macht etwas Einfaches und dann hört man auf, so ist es aber nicht.”

Vor allem die kompakte Firmengröße und das mittlerweile freundschaftliche Verhältnis zu dem gesamten Team mit langjähriger Software- und ERP-Erfahrung sei eine enorme Erleichterung gewesen und hat zu dem wünschenswerten Ergebnis geführt. “Dies ermöglichte zielgenaue Meetings zur Konzeption und zum Softwaredesign, sowie kurze Entscheidungswege”, so Podiwinsky. Diese zielgenauen Meetings bestanden oft aus stundenlangem, oft bis in die Nacht hinein dauerndem, Zusammensitzen am Küchentisch.

 

Krönender Höhepunkt seiner Karriere – Emasos IQ R2 für den Mittelstand

Bei Emasos konnte der Prozessdesigner seine gesamte Erfahrung aus über 35 Jahren vollständig einfließen lassen. “Es war teils auch mühsam, du musst alles durchdenken. Ich persönlich jetzt nicht technisch, aber logisch.” Doch wenn Podiwinsky über das Projekt spricht, glaubt ihm keiner, dass es irgendwie auch nur ansatzweise kräftezehrend war. Wenn er über Emasos IQ redet, ist er in seinem Element.

Podiwinsky war bei der Entwicklung von Emasos IQ R2 der alleinige Verantwortlich für das Prozessdesign der Software. Aufbauen konnte er sein Softwaredesign auf der allerneuesten Drei-Schichten-Architektur. Diese Architektur erlaubt es dem System, selbst bei sehr großen Datenmengen, schnell und effizient zu laufen. “Von den vielen Anbietern auf dem Markt bauen nur sehr wenige ihr System auf einer Drei-Schichten-Architektur auf”, erklärt Podiwinsky die derzeitige Situation am Markt. Die verfeinerten Programmvorgaben wurden dann von dem laut Podiwinsky “sehr umsetzungsstarken” Entwicklungsteam von Emasos umgesetzt.

“Wir haben teilweise viel bessere Aktionen. Viele Funktionen, welche beispielsweise andere Anbieter nicht oder nur bedingt haben, wurden in die Softwarelösung integriert.”

 

Das Maximum für den Mittelstand

Beim Prozessdesign von Emasos IQ R2 war ihm vor allem wichtig, ein System aufzubauen, welches die Komponenten beinhaltet, bei welchem anderer Systeme schwächeln. “Wir haben teilweise viel bessere Aktionen. Viele Funktionen, welche beispielsweise andere Anbieter nicht oder nur bedingt haben, wurden in die Softwarelösung integriert”, erklärt Podiwinsky die wesentlichen Vorteile von Emasos IQ: “Gerade was den Handel betrifft, der gerade im Preisbereich sehr phantasiereich ist, sind wir glaube ich sehr sehr gut.”

Vor allem im Mittelstand ist es laut Christian Podiwinsky wichtig, dass eine ERP-Software ein Gesamtpaket ist, in welchem alle Funktionen voll integriert sind. Vom Dokumentenmanagement, über ein hocheffizientes Kundenmanagement, bis hin zu einem Ticketing-System welches ideal für die Instandhaltung und Service ist. “Die Kunst der Standard-Software ist eigentlich möglichst viel vorauszudenken”, erklärt Podiwinsky: “So, dass ich möglichst keine Programmänderungen machen muss.” Entstanden sei auf jeden Fall ein fertiges Gesamtsystem für Handel und Dienstleistungen. Ein Standardsystem wo alle Prozesse vorgedacht, aber nicht vorprogrammiert sind, sondern durch Parameter angepasst werden können.

„Es war für mich der krönende Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn.“

 

Makelloses User Interface – größtmögliche Anpassungsfähigkeit

Weitere Benefits sind laut dem Prozessdesigner, dass das System auf allen Endgeräten läuft und ein makelloses User Interface hat. Das User Interface von Emasos IQ sei anderen Anbietern bei weitem voraus, da es eine variable Bildschirmgestaltung hat, welche bei anderen Anbietern so nicht möglich sei: “Ein IT-kundiger Anwender kann sich sein Dashboard frei gestalten, bei anderen Anbietern ist es eine Modifikation.” Das heißt, bei Emasos IQ kann das ERP-System im Standard durch die Einstellung einer Vielzahl an Parametern auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten werden. Bei den meisten Softwares muss eine Änderung im Code vorgenommen werden, was wiederum einen hohen Kostenaufwand mit sich führt.

Neben den ganzen technischen Vorteilen gibt es laut Podiwinsky auch einen finanziellen: “Alle Features der Lösung sind im Basis Lizenzpreis enthalten und die Lösung kann je nach Wunsch in der Private-Cloud oder On-Premis angeboten werden – dies ist damit die beste Voraussetzung für den Mittelstand.”

Im Laufe des Gesprächs kristallisiert sich vor allem ein Glaube heraus – die Zukunft gehöre den kleinen, innovativen und ehrgeizigen Firmen, nicht den Großen – Firmen wie Emasos. Den Großen attestiert er Trägheit.

Bevor Podiwinsky aufhört über den Designprozess von Emasos IQ R2 zu sprechen, muss er eines noch erwähnen: “Es war für mich der krönende Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn. Emasos ermöglichte mir, meine oft gedachten, erwünschten und optimalen ERP-Abläufe in konkrete softwaretechnische Vorgaben umzusetzen. Es ist wirklich großartig zu sehen, dass Emasos, auf ihrer ausgefeilten, modernen Systemplattform, eine Software entwickelte, welche die Anforderungen der Kunden in sehr hohem Maße erfüllt.”

 

Der Papst möchte ein Guru sein

Über Prozesse und ERP-Systeme, sein Leben und seine Kompetenz könnte Christian Podiwinsky wahrscheinlich ewig weiter reden. Nicht umsonst nennt man ihn auch den ERP-Papst. Selbst schmeichelt ihm das wenig.

“ERP-Papst? Das gefällt mir nicht ganz so gut. Erstens ist das zu heilig und unangreifbar. Unfehlbar bin ich ja auch nicht”, sagt Christian Podiwinsky und knetet nachdenklich seine Lesebrille: “Eher ERP-Guru. Weil das ist eher eine Person, welche auch andere Meinungen aufnimmt. Denn man lernt im ERP und im Leben ja nie aus. Wenn dann Guru.”

Guru sei geheimnisvoller.

 

Und immer noch nicht müde?

Auf die Frage ob er nicht irgendwann erschöpft sei nach all den Jahren, sagt er lachend: “Müde? Nein! Es ist eines der bestes Mittel Alzheimer zu vermeiden.” Nichts tun und herumliegen kommt für Podiwinsky auf keinen Fall in Frage: “Wenn ich kein ERP mach, dann mach ich eben etwas anderes. Schussel ich woanders herum.” Länger als zwei Tage zuhause hält er es nicht aus.

Natürlich hat auch er mittlerweile sein Arbeitspensum zurückgeschraubt. Die Arbeit nimmt er nicht mehr mit in den Urlaub, so wie früher. Ziel sei ein Mittelweg. “Ein bisschen arbeiten und einen Teil Freizeit. Eine gewisse Bequemlichkeit ist jetzt schon da”, erzählt Christian Podiwinsky und erinnert sich an früher. Täglich bis 10 Uhr abends arbeiten, teilweise bei weitem länger, das wochenlang und auch am Wochenende. All dies gehöre mittlerweile der Vergangenheit an: “Solange es sich im Bereich abspielt wie jetzt, ist es vollkommen in Ordnung.”

Bewegung sei ihm sehr wichtig – körperlich, sowie geistig. Ein Ausgleich zwischen sportlicher und intellektueller Aktivität soll es sein. Erst vor kurzem hat er sich ein neues E-Bike gekauft, um auch noch mit 70 den Berg rauffahren zu können. Er lacht. Wenn er nicht Rad fährt, dann findet man ihn im am Golfplatz, beim Wandern oder im Winter eben auf der Skipiste. Bei schlechtem Wetter eben mit einem Buch oder im Theater.

 

Christian Podiwinsky ist am Ende seiner Erzählung. Er steht auf, zahlt und geht aus dem Kaffee. Es geht schon zum nächsten Meeting und es wird wieder um Prozesse gehen, denn: “Ein ERP-System ist nie fertig. Es gibt immer Funktionen die dazu kommen, andere die wir rausnehmen. Die Anforderungen vom Markt werden immer mehr – sie wandeln sich.”  


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