Artificial Intelligence − Wie künstliche Intelligenz die Welt verändert

Themen wie künstliche Intelligenz beeinflussen auch immer mehr die Business-Welt. Eine intelligente Software trifft bereits heute selbständig datenbasierte Entscheidungen und kann einen wesentlichen Vorteil in der digitalisierten Welt bieten. Wir haben einen Blick auf die aktuellen Trends und Entwicklungen geworfen.

Das Thema künstliche Intelligenz ist ein umstrittenes. Wie Stephen Hawking so schön sagte: „Künstliche Intelligenz könnte das Beste sein, was der Menschheit jemals widerfahren ist – oder das Schlimmste.“ Skepsis hin oder her. Viele IT-Entscheider sind bereits auf den KI-Zug aufgesprungen. Laut einer aktuellen IDC-Studie aus dem Mai 2018 geben mehr als die Hälfte der befragten CIOs an im nächsten Jahr ein AI-Projekt umsetzen zu wollen.

Der Mythos künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz - Emasos Blog über Trends der KIDoch stellen wir uns mal die Frage was genau künstliche Intelligenz (im Englischen: AI ⎯ Artificial Intelligence) ist, denn vielfach wird der Begriff fehlinterpretiert. Warum? Denn wir Menschen tun uns schwer Intelligenz zu definieren. KI ist der Versuch eine menschenähnliche Intelligenz zu schaffen, welche selbständig Probleme lösen kann.

KI unterstützt uns heute schon bei einer Vielzahl an Arbeiten. Was künstliche Intelligenz vor allem macht ist die Analyse und Aufbereitung von Daten. Weg von Big Data, hin zu Smart Data. Big Data ist sozusagen der Rohstoff, der durch KI aufbereitet wird, Smart Data sind die nutzbringenden Ergebnisse.

Über KI wird schon seit Jahrzehnten in Fachkreisen diskutiert. Doch warum sprechen gerade jetzt alle über KI? Ganz einfach. Die Rechenleistung von Computern ist in den letzten Jahren massiv angestiegen und mit der Cloud haben wir eine Möglichkeit enorme Datenmengen zu speichern. Erst diese ermöglichen eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, eine der Voraussetzungen für KI.

Doch welche sind die die möglichen, bzw. sinnvollen Anwendungsbereiche für Unternehmen? Laut der aktuellen IDC-Studie ist der primäre Zweck von KI im Unternehmen, so 37 Prozent der Befragten, Kenntnisse aus ihren Daten zu erlangen. Weitere Bereiche sind die Sprach- und Bilderkennung, überwachtes Lernen und das automatisierte Ansammeln von Content. Befragt wurden 350 Unternehmen und Organisationen aus Deutschland.

 

Von Machine Learning und Predictive Analytics

Es gibt eine Vielzahl an Technologien und Anwendungen, welche uns in der digitalisierten Welt einen enormen Mehrwert bieten. Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass nicht alle Technologien bereits voll integriert werden können. Doch in Zukunft werden Machine Learning und Predictive Analytics, welche beispielsweise Analysen, Trends und Wahrscheinlichkeiten berechnen, eine zentrale Rolle spielen.

Machine Learning ist ein zentraler Begriff der KI und wahrscheinlich der, welcher vielen am meisten Sorgen bereitet. Schon seit Jahrzehnten, wenn nicht gar schon seit Jahrhunderten, beschäftigen sich Menschen mit dem Thema. Denn, so der Tenor: “Was, wenn die Maschine intelligenter als der Mensch wird?” Wir kennen ja alle die intelligenten Roboter aus den Science-Fiction Filmen welche selbständig die Weltherrschaft übernehmen.

Ganz so dramatisch dürfen wir uns das Ganze nicht vorstellen, denn der Mensch programmiert die Maschine ja auf eine bestimmte Aufgabe. Wie bereits erwähnt ist Big Data ein Aspekt der künstlichen Intelligenz. Konventionelle Systeme stoßen bei vielen, unstrukturierten Daten irgendwann an ihre Grenzen. Hier kann Machine Learning einen wertvollen Beitrag leisten. Selbstlernende Systeme werden in Zukunft wichtige Analysen liefern können. Prognosen über Geschäftsentwicklungen beispielsweise − dies ist der Moment an dem Big Data zu Smart Data wird.

Ein weiterer Schlüsselbegriff der KI ist Predictive Analytics und wird vielen ein Fremdwort sein. Doch ganz so kompliziert ist es gar nicht – es geht um Wahrscheinlichkeiten. Ziel ist es, herauszufinden was passieren kann und weshalb. Vor allem im Analysieren von Daten kann dies entscheidende Vorteile bringen. Unternehmen haben so wichtige Informationen über die Kaufgewohnheiten und Wünsche ihrer Kunden.

 

Die Maschine, die Sprache versteht

Ab wann erreicht eine Maschine die Intelligenz eines Menschen? Um ein Maß dafür zu haben wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, kann der nach Alan Turing benannte Turing-Test zur Hang gezogen werden. Alan Turing hatte bereits in den 50er Jahren die Idee für einen Vergleich. Erst als KI immer mehr in den Fokus der IT gelangte, wurde er ausformuliert und angewandt. Sobald ein Mensch nicht mehr erkennt ob er mit einem anderen Menschen oder einer Maschine kommuniziert, gilt das System als intelligent. Aber bis jetzt hat noch keine Maschine, kein System den Turing-Test zweifellos bestanden.

Wenn es um das Verarbeiten von menschlicher Sprache geht, sprechen wir von Natural Language Processing. NLP soll es ermöglichen, dass Mensch und Maschine mit natürlicher Sprache kommunizieren können. Im Prinzip sollen Maschinen lernen Sprache zu verstehen und so beispielsweise auf die Bedürfnisse und Wünsche von Kunden eingehen.

Doch in welchen Bereichen könnte dies von Vorteil sein? Für Unternehmen beispielsweise im Vertrieb und dem Kundenservice. E-Mail-Korrespondenzen lassen sich analysieren, Anrufe transkribieren und Texte intelligent verarbeiten. Die daraus gewonnenen Informationen liefern einen enormen Mehrwert für das Marketing und den Vertrieb.

In Zukunft werden auch im Kundendienst intelligente Systeme einen Teil der Aufgaben übernehmen. Chatbots beispielsweise. Ein Chatbot? Lassen Sie mich kurz erklären was das ist. Chatbots erlauben es mit einem künstlichen System zu kommunizieren und sind schon vielfach im Einsatz. Vielleicht kennen Sie schon den einen oder anderen? Vielleicht den Uber Bot? Mit dem Uber Bot können Sie via Facebook Messenger unkompliziert eine Fahrt bestellen. Meist geben sie sich als eine reale Person aus oder interagieren so, sind jedoch künstlich.

Diese Bots bieten dank hoher Rechenleistung bereits heute informative Dialoge mit dem User. Die wesentlichen Vorteile von Chatbots sind zum Beispiel, dass der Support bei einfachen Problemen entlastet wird, sie 24/7 zur Verfügung stehen und dem Kunden eine bessere User Experience geboten wird.

 

Mensch und Maschine − Koexistenz?

“Werden in Zukunft Maschinen und Menschen gemeinsam an einem Projekt arbeiten?” Dies ist eine der vielfach gestellte Frage im Bezug auf KI. Denn es gibt bereits apokalyptische Studien die besagen, dass über die Hälfte der Deutschen glauben, ihr Job sei durch künstliche Intelligenz gefährdet.

Doch werden hier einige wichtige Aspekte übersehen. „Das liegt auch daran, dass das tatsächliche Verständnis, wie künstliche Intelligenz funktioniert, insgesamt sehr gering ist”, sagt Ingo Notthoff vom BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft). Es ist wohl wahr, dass sich gewisse Berufe in den nächsten Jahren verändern oder nicht mehr existieren werden.

Doch mit der Digitalisierung entstehen auch neue Berufe, bzw. verschieben sich die Tätigkeiten im Beruf. Ralph Appel, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure, glaubt: „Wenn wir die digitale Transformation und die Möglichkeiten der KI richtig bewerten und angehen, wird daraus ein Jobmotor für Deutschland.“

In Zukunft werden Maschinen einfach mehr Routineaufgaben übernehmen. So zum Beispiel in der Produktion, der Datenverarbeitung, usw. Uns Menschen hingegen wird in Zukunft vermehrt die Aufgabe zuteil, diese Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu koordinieren und zu kontrollieren. Wichtige Entscheidungs- und Planungsprozesse werden ebenfalls beim Menschen bleiben und der Chef oder die Chefin wird in Zukunft auch nicht in Form eines Computers vor uns sitzen.

Künstliche Intelligenz bietet ungeahnte Möglichkeiten − in allen Bereichen. In Zukunft wird KI immer mehr in den Vordergrund treten. Analysen, Prognosen und Kundendienst, die Möglichkeiten sind irgendwann wahrscheinlich unbegrenzt. Wir sollten KI gegenüber nicht skeptisch sein, sondern die Chancen für unsere Gesellschaft nutzen.


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